Ich sah Johns Asche im Park aus der Urne rieseln. Ich sah Grace in ihrem Krankenhausbett liegen. [...]. Ich weiß nicht, wie lange ich geweint habe, als schon als mir die Tränen aus den Augen strömten, war ich glücklich, glücklicher als je zuvor, am Leben zu sein. Und dieses Glücksgefühl war jenseits von Trost, jenseits von Elend, jenseits alles Hässlichen und Schönen auf der Welt. Schließlich versiegten die Tränen, und ich ging ins Schlafzimmer und zog mir frische Sachen an. Zehn Minuten später war ich wieder auf der Straße, unterwegs zum Krankenhaus, auf dem Weg zu Grace.

Nacht des Orakels (Paul Auster)

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Sein Vater würde nicht nur in einem Sarg liegen, sondern auch unter der Last der Erde, und plötzlich sah er den Mund seines Vaters, als sei da gar kein Sarg, als Falle die Erde, die sie in das Grab warfen, direkt auf ihn und verstopfe ihm Mund, Augen, Nase und Ohren.

Jedermann (Philipp Roth)